Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gespielt: Portal 2 – Story-gewaltiger Knobelhit

Zur Feier des Youtube-Releases von “Experiment Zero” widme ich mein Blog diese Woche einem der Spiele, das eine große Inspiration für das Hörspiel war: Willkommen zur “Portal”-Woche!

Am Ende des Überraschungshits „Portal“ aus dem Jahr 2007 hatte es die stumme Protagonistin nach einer nervenaufreibenden Hatz durch eine Versuchsanlage geschafft, den perfiden Computer GLaDOS zu besiegen und zurück an die Oberfläche zu gelangen. Dass damit das letzte Wort noch nicht gesprochen war, das lies jedoch schon damals GLaDOS‘ grandios gesungene Versicherung „I’m still alive!“ erahnen.

Und so kam es, wie es kommen musste. Chell erwacht erneut in der Versuchsanstalt von Aperture Science – doch irgendetwas scheint noch schiefer gelaufen zu sein als sonst. Seit dem Beginn des Tiefschlafs sind viele, viele (viele!) Jahre vergangen und die Anlage ist ein Schatten ihrer selbst. Zum Glück hat Chell Hilfe bei dem erneuten Versuch, aus der Anlage zu entkommen: Erneut kann sie mit der Portalkanone Mini-Wurmlöcher erschaffen und so in Nullzeit von einem Ende eines Raumes zum anderen gelangen. Der kugelförmige und leicht ungeschickte Roboter Wheatley führt sie dabei durch die Anlage, vorbei an den Trümmern von GLaDOS.
Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Beim Versuch, einen Ausgang zu öffnen wird GLaDOS versehentlich von Wheatley reaktiviert – und GLaDOS ist sehr nachtragend. Chell findet sich schlagartig wieder in den aus dem ersten Teil bekannten Testkammern, in denen sie jeweils mit Hilfe der Portalkanone zum Ausgang gelangen muss. Zusätzlich zu den aus „Portal“ bekannten beweglichen Plattformen, Laserstrahlen, Robotern und Sprungfedern stehen Ihr dabei jetzt auch Energiebänder, Spiegelwürfel und einiges mehr zur Verfügung.
Nach dem Durcharbeiten der Testkammern geht es dann erneut in die Eingeweide des Komplexes, wo alles auf einen erneuten Endkampf mit GLaDOS zusteuert. Doch damit fängt das Spiel eigentlich erst an: Chell erlebt die Anfänge von Aperture Science und kommt allmählich dem Geheimnis auf die Spur, wie GLaDOS entstanden ist. Begleitet wird die spannende Geschichte mit herausfordernden, aber immer fairen Knobelaufgaben, bei denen auch verschieden Gels eine wichtige Rolle spielen…

Grafisch legt „Portal 2“ gegenüber dem Vorgänger eine große Schippe drauf. Der Testkomplex fühlt sich viel lebendiger an, Grafik und Animationen sind abwechslungsreicher und in der zweiten Hälfte des Spiels erfreuen riesige Außenareale das Auge des Spielers. Das Ganze wird begleitet durch eine großartige Soundkulisse und den Kommentaren von Wheatley, GLaDOS und Firmengründer Cave Johnson, die mit viel schwarzem Humor immer wieder für Schmunzler sorgen.

In „Portal 2“ muss man diesmal auch nicht alleine unterwegs sein. Im von der Hauptstory unabhängigen Zwei-Spieler-Modus kann man zusammen mit einem Freund in die Rollen der Testroboter Atlas und P-Body schlüpfen und ganz neue Testkammern lösen, in denen es stark auf Teamwork ankommt.

Ob alleine oder zu zweit – wer nicht nur die Waffen sprechen lassen möchte, sondern auch gerne Rätsel löst, der sollte sich „Portal 2“ unbedingt ansehen. Erhältlich ist das Spiel für Windows, Mac, PS3 und Xbox 360.

Noch am Zaudern? Lassen wir Aperture-Gründer Cave Johnson zu Wort kommen:

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