Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gedacht: Serie VI – Mein wahrgewordener Hörspieltraum

Hörspiele begleiten mich bereits (fast) das ganze Leben – in erster Linie natürlich als Hörer. Unzählige Stunden meiner Kindheit wurden von den verschiedensten Hörspielserien untermalt (darunter Benjamin Blümchen, Bibi Blockberg, Jan Tenner, ???, Ghosterbusters, Schubiduuh, Popeye, Tom&Jerry, Bugs Bunny, Shangai Silver und zu viele weitere, um sie alle aufzuzählen). Dass ich selbst einmal Hörspiele produzieren würde, daran war damals nicht zu denken.
Der Gedanke kam erst auf, als mich meine „kreative Karriere“ von der Schülerzeitung über Vereins- und Unternehmenszeitung und Videodrehs bis zu SF-Radio geführt hatte. Bei SF-Radio erschienen zu dieser Zeit – 2004 – mehrmals pro Woche Magazin-Podcasts (die damals noch garnicht so hießen, weil der Begriff „Podcast“ erst später bekannt wurde) zu verschiedenen Themen der Phantastik. Angetreten mit der Idee „einmal pro Woche einen Beitrag“ zu sprechen wurde ich schnell Moderator und schließlich Chefredakteur der Radioabteilung.

In unseren Sendungen regierten nicht nur harte Fakten, sondern auch eine gehörige Portion Klamauk und Selbstironie, denen wir oft in kurzen Szenen Ausdruck verliehen, in denen wir so taten als wären wir ein großer On-Air-Radiosender. Da wir in Wirklichkeit alle über Deutschland und darüber hinaus verteilt waren und nur über das Internet zusammen arbeiteten, waren solche Sequenzen immer eine besondere Herausforderung.
Schon bald wuchs in uns der Wunsch, es nicht nur bei solchen kurzen Szenen zu belassen, sondern auch „richtige“ Hörspiele zu produzieren, die wir in das Programm von SF-Radio einbauen konnten. Das legendäre 2005er-SF-Radio-Treffen legte dann den Grundstein für eine Star-Trek-Comedy-Hörspielreihe mit dem Namen „Serie VI“.
„Serie VI“ ist unsere humorige Vorstellung davon, wie eine sechste Star Trek-Serie nach dem Ende von „Star Trek: Enterprise“ ausgesehen haben könnte, wenn sie denn produziert worden wäre. Wie schon bei „Enterprise“ sind die Erwartungen der fiktiven Produzenten – die zu Beginn der Hörspielreihe selbst zu Wort kommen – erfüllt von dem Wunsch, frischen Wind in das Franchise zu bringen. Und wie bei „Enterprise“ passieren dann doch genau die gleichen Sachen wie immer – zumindest auf den ersten Blick…

(Kurzer Einschub – siehe hierzu mein Radiobeitrag „Braucht Star Trek eine Pause?“ aus dem Jahr 2006. Und verzeiht bitte die verschnupfte Stimme.)

      1. Braucht Star Trek eine Pause? - Teil 1/2

      2. Braucht Star Trek eine Pause? - Teil 2/2

„Serie VI“ stellt dabei für mich viele „erste Male“ dar. Zunächst war ich „nur“ als Sprecher dabei. In der Serie gebe ich den altklugen Wissenschaftsoffizier Lt. Edwin Spoiler, der nebenbei als UPN Executive auf das knappe Budget achten muss. Böse Zungen behaupten ja, dass die Rolle mir auf den Leib geschrieben ist.. 🙂
Obwohl ich bis dahin schon viel Sprech-Erfahrung mit Einsätzen als Off-Sprecher oder als Moderator gewinnen konnte, war diese erste Rolle als Hörspielsprecher eine ganz eigene Herausforderung und der Beginn eines neuen Hobbys (Sidenote: Alle meine Sprechereinsätze könnt Ihr auf meiner Sprecher-Seite sehen).
„Serie VI“ war auch meine erste Erfahrung als Hörspiel-Autor. Nach Jahren als Reporter für verschiedene Medien hatte ich hier das erste Mal Gelegenheit, eigene Geschichten zu erzählen. Die Folgen 4 und 5 der ersten Staffel stammen aus meiner Feder, ab Staffel 2 dann etwa jede zweite Folge, sowie das Exposé der Staffelhandlung. Auch dieses Hobby habe ich weitergeführt – siehe hierzu meine Autor-Seite.
2005 erschien dann die Pilotfolge „Eine neue Hoffnung?!“, produziert von meinem guten Freund Falk T. Puschmann. Die erste Folge zeigte schon das Potential der Serie, war aber noch wie ein ungeschliffener Diamant. Mein leicht arrogantes „Das kann ich aber besser!“ quittierte Falk lässig mit „Dann mach doch.“ – und so wurde ich Schneidemeister und Produzent von Serie VI. Zwei weitere erste Male…

Dank der großartigen Hilfe meiner Co-Autoren Falk T. Puschmann und Stefan Müller, des Musikers und alten Freundes Markus Holler (der ein wirklich großartiges Thema für die Serie geschrieben hat), des Zeichners Matthias Kringe (der den Charakteren der Serie ein unverwechselbares Gesicht gegeben hat) und nicht zuletzt den vielen Sprechern ist aus der Idee inzwischen eine wie ich finde großartige Hörspielserie um die Crew des Raumschiffs „Enterprise-Z“ geworden, die auf der Website der MindCrusher Studios kostenlos heruntergeladen werden kann. Zwei CDs („Staffeln“) voll mit Action, Abenteuer und Comedy sind bereits erschienen, die dritte Staffel ist derzeit in Produktion, die vierte bereits fertig geschrieben.

Um die Wartezeit auf die dritte Staffel zu verkürzen haben wir zusätzlich zur Hauptserie den Ableger „Serie VI – Die Häppchen“ ins Leben gerufen. In den „Häppchen“ erlebt die Crew der Enterprise-Z kurze Abenteuer abseits der Staffel-Handlungsbögen. Dabei kommen sowohl der gepflegte Klamauk, als auch die Charakterentwicklung nicht zu kurz. Gestern erschien die zweite Folge der Reihe mit dem Titel „Fernsehabend mit Hindernissen“ – übrigens aus meiner Feder.
Der Inhalt: Ausnahmsweise muss mal nicht das Franchise gerettet werden und so freut sich Captain Coto auf einen ruhigen Fernsehabend. Doch leider läuft mal wieder nicht alles nach Plan…

Hört doch mal rein – gerne auch in die komplette Serie – und gebt mir und den Kollegen der MindCrusher Studios Feedback dazu. Wir freuen uns über jeden Kommentar!

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