Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gesehen: Das Schicksal von Cysalion – Ein episches Fantasy-Musical

Seit Hunderten von Jahren kämpfen das Königreich Hegar und das Kaiserreich Regat um die Vorherrschaft in Cysalion. Nach verlustreichen Schlachten scheint endlich ein Weg zum Frieden gefunden zu sein: König Melven von Galen verspricht Kaiser Arkon dem Großen die Hand seiner Tochter Jade – doch die ist davon alles andere als begeistert und geht stiften. Während ihr Bruder Decem versucht, sie zurückzuholen, macht sich das Mädchen Aneta mit ihrer Freundin Tara auf den Weg, um ihren größten Traum zu verwirklichen: Mitglied der königlichen Garde zu werden.

Als dann aber am Hof von Kaiser Arkon ein Attentat auf König Melven verübt wird, der geheimnisvolle Caylen Stonegate auftaucht und Tara ganz neue Seiten an sich entdeckt, entspinnt sich ein Jahrtausende alter Konflikt zwischen den alten Göttern und ihren Geschöpfen aufs neue… und der Untergang Cysalions scheint unausweichlich.

Die überarbeitete Fassung von „Das Schicksal von Cysalion“ ist das neuste Musical der Ringstars – und obwohl es fast ausschließlich von Laienschauuspielern aufgeführt wird, kann es mit professionellen Inszenierungen mehr als mithalten. Angefangen von der epischen, frischen Geschichte, über die erstklassigen Gesangsstücke und aufwändigen Tanzchoreographien bis zu den detailverliebten Kostümen und dem aufwändigen Bühnenbild fehlt es an nichts.
Die Spielzeit von annähernd vier Stunden verlangt dabei sowohl von den Schauspielern als auch von den Zuschauen alles ab, wird aber zu keiner Zeit langweilig – im Gegenteil: Unerwartete Wendungen und Intrigen laden zum Nachdenken ein und bieten nach dem Ende der Aufführung viel Gesprächsstoff für die Unterhaltung mit dem Sitznachbarn.

Ralf Pappers als Kaiser Arkon der Große und ich

Ralf Pappers als Kaiser Arkon der Große und ich

„Das Schicksal von Cysalion“ ist als Vollplaybacktheater inszeniert – die Schauspieler haben also bereits im Vorfeld ihre Texte aufgenommen und diese werden dann während der Aufführung abgespielt. Das schränkt die Möglichkeiten der Schauspieler zwar stark ein, auf das Publikum oder unvorhergesehene Dinge reagieren zu können, bringt aber auch viele Vorteile: Die Gesangstücke wurden beispielsweise von ausgebildeten Sängern eingesungen (die stimmlich erstaunlich gut zu den Schauspielern passen) und Texthänger sind damit quasi ausgeschlossen (außer wenn die Lippenbewegungen mal nicht zu dem Text passen, den man gerade hört). Bei einer solch umfangreichen und aufwändigen Inszenierung ist dies aber sicherlich die richtige Entscheidung gewesen, insbesondere da die Laienschauspieler bei weitem nicht so viel Zeit zum Proben haben, wie dies bei Profis der Fall ist.

Abzug in der B-Note gibt es lediglich dafür, dass außer den zwei Aufführungen vom 26. und 27. Oktober 2012 derzeit keine weiteren geplant sind. Sollte sich das ändern (am Besten immer mal auf der offiziellen Website vorbei schauen), dann sollten alle Freunde der Fantasy sich unbedingt rechtzeitig Karten sichern und die Gelegenheit nicht verpassen, live dabei zu sein.

Bis dahin gibt es zumindest die Möglichkeit, die Gesangstücke des Musicals auf CD zu erwerben – und auch das lohnt sich sehr!


Der offizielle Trailer zum Musical


Der offizielle Teaser zum Musical mit einem Ausschnitt aus einem Gesangstück

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