Dennis Pauler

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Gesehen: The Dark Redemption – gut produzierter Star Wars-Fanfilm mit der Vorgeschichte zu Episode 4

      1. Der Bericht zum Anhören


Die Star Wars Fans gehören zu den fleißigsten Machern von Fan-Filmen. Der Drang der Fans, selbst Teil des Star Wars Universums zu werden wird dabei von der Tatsache unterstützt, dass die beiden Filmtrilogien notwendigerweise nicht alle offenen Fragen beantworten und nicht alle Aspekte der Geschichte zeigen können.

Eine dieser offenen Punkte ist die Frage, wie die Rebellen eigentlich in den Besitz der – doch sicherlich gut gehüteten – Todessternpläne kommen konnten. Der Fan Film „The Dark Redemption“ widmet sich in 23 Minuten diesem Thema und erzählt die Ereignisse, die zwei Tage vor „Episode 4 – Neue Hoffnung“ geschehen.
Die Jedi Mara Jade hat es geschafft, eine Kopie der Todessternpläne in ihren Besitz zu bringen und muss nun versuchen, diese irgendwie an die Rebellen zu übermitteln. Leider wird sie kurz darauf vom Imperium gefangen genommen und in das imperiales Gefängnis auf Kessel gesteckt. Nur die beiden Rebellenkrieger Zev und Klaus können sie noch retten und damit dem Kampf gegen die dunkle Seite der Macht neue Hoffnung geben. Allerdings ist ein Einbruch in ein imperiales Gefängnis alles andere als einfach und zu allem Überfluss kommt auch noch Boba Fett ins Spiel, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt.

„Dark Redemption“ stammt aus dem Jahr 1999 und ist einer der ersten aufwändig gedrehten Star Wars Fan Filme. Sowohl die Schauspieler, als auch die aufwändigen Kulissen und Kostüme wissen zu überzeugen. Eine Szene in einer Bar steht der originalen Cantina-Szene kaum nach. Die Spezialeffekte sind für ihr Alter schön anzusehen, allerdings sind die Bewegungsabläufe manchmal etwas sprunghaft. Die Musik ist gut und eigenständig – manchmal allerdings etwas zu eigenständig. Besonders beim Abspann kommt durch ein rockiges Gesangsstück einfach kein StarWars-Feeling auf.

Alles in allem macht der Film optisch und akustisch einen guten Eindruck – leider können Story und Drehbuch da nicht ganz mithalten. Die Story bietet zwar einige schöne Anspielungen – so erfahren wir z. B. auch, was Han Solo vor seinem Besuch in Mos Eisly getan hat – allerdings bedient sich die Geschichte etwas zu sehr bei ihrem Original. Von einzelne Dialogzeilen bis zu ganzen Story-Elementen werden große Teile aus der originalen Star Wars Trilogie entnommen. Der Plot um Boba Fett bringt da zwar ein wenig Abwechslung, lenkt aber zu stark vom Hauptplot um Mara Jade ab, ohne die Story voran bringen zu können.

Schlussendlich bleibt also ein solide gemachter Fan-Film, der die Handlung von Episode 4 vorbereitet, dabei aber ein wenig Eigenständigkeit vermissen lässt. Einen Blick ist er aber in jedem Fall wert.

Dieser Bericht erschien ursprünglich bei SF-Radio.net.

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