Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gefunden: Die Geschichte des Maniac Mansion – neu interpretiert und fortgesetzt

Die Klassiker-Woche geht weiter mit einem Blick auf die Adventure-Fanszene. Vorhang auf für die Freizeit-Entwickler!

Die klassischen LucasArts-Adventures „Maniac Mansion“ und „Day of the Tentacle“ gehören nicht nur zu den besten Adventures aller Zeiten, sie haben auch bis heute eine überaus treue Anhängerschaft.

Seit dem Aufkommen der Fan-Adventure-Szene stellen sich die Fans zwei Fragen:

  1. Wie könnte eine modernisierte Version von „Maniac Mansion“ aussehen?
  2. Wie geht es mit der Geschichte weiter?

Die erste Frage beantworten gleich drei Entwicklerteams.

Dave schleicht sich in das Haus der Edisons (in 256 Farben)

Dave schleicht sich in das Haus der Edisons (in 256 Farben)

Bereits 2002 erschien eine vom Entwickler LucasFan erstellte 256-Farben-Variante mit dem Titel „Maniac Mansion Deluxe“ (die Grafiken des ursprünglichen Spiels bestehen nur aus 16 Farben). Mit bunterer Grafik und modernisiertem Point&Click-Interface – aber unveränderter Handlung – können Adventure-Fans hier die Geschichte um Dave, Sandy, Dr. Fred und dem lila Meteor neu erleben. Die Website des Entwicklers existiert zwar nicht mehr, das Spiel kann aber auf diversen anderen Seiten nach wie vor kostenlos herunter geladen werden. Gerüchteweise arbeitet LucasFan inzwischen an einer nochmals verbesserten Variante.


Dave und Sid erforschen das Tollhaus (in 3D)

Dave und Sid erforschen das Tollhaus (in 3D)

Einen ähnlichen Ansatz, aber einen komplett anderen Grafikstil haben die Entwickler von Vampyre Games gewählt: „Meteor Mess 3D“ katapultiert die Maniac Mansion-Fans in die dritte Dimension. Eng an das Original angelehnt entstehen das Tollhaus, die Bewohner und die Besucher aktuell als realistisch gehaltene 3D-Modelle. Damit werden deutlich detailliertere Animationen und Kameraschwenks möglich. Stilistisch setzt sich das Remake noch stärker als das Original vom Nachfolger „Day of the Tentacle“ ab und betont die gruselige, ernsthafte Seite.
Das Spiel ist aktuell in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, ein Veröffentlichungstermin steht aber noch nicht fest.


Dave, Michael und Bernhard auf der Suche nach Erkenntnis (im DOTT-Stil)

Dave, Michael und Bernhard auf der Suche nach Erkenntnis (im DOTT-Stil)

Mit „Night of the Meteor“ entsteht eine komplett überarbeitete Version des Originals im Stil von „Day of the Tentacle“. Edison Interactive passt hierbei nicht nur Grafik und Steuerung an den Nachfolger an, sondern ergänzt auch die Geschichte um zusätzliche Gespräche und Plot-Elemente. Der Trailer von 2011 geizt dabei nicht mit Anspielungen auf die B-Movies der 50er und 60er Jahre und macht Lust auf mehr. Auch hier gilt allerdings: Die Entwicklung macht gute Fortschritte, ein Veröffentlichungstermin steht aber noch nicht fest.


Bernhard muss einmal mehr die Welt retten

Bernhard muss einmal mehr die Welt retten

Zum Abschluss kommen wir zur zweiten Eingangsfrage: Wie könnte die Geschichte weitergehen? Die Antwort hierauf überlegt sich seit 2011 (mit Vorgängerprojekten seit 2003) die Gruppe Apeiron Studios. In „Return of the Tentacle“ ist Purpur Tentakel zurück und will erneut die Welt erobern – und Bernhard Bernoulli muss die Welt ein weiteres Mal davor retten. Nicht nur von der Prämisse her orientieren sich die Entwickler sehr stark an „Day of the Tentacle“, auch in der Villa hat sich im Vergleich nicht viel getan. Über den weiteren Verlauf der Handlung ist noch nicht viel bekannt. Man darf gespannt sein, ob es den Entwicklern gelingt, eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen.

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