Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gesehen: Battlestar Galactica 4×02 – Six of One (Die letzten Fünf)

Starbuck greift zu drastischen Mitteln, um Präsidentin Roslin davon zu überzeugen, dass die Flotte auf dem falschen Weg ist – doch die ist ebenso wie Starbuck von ihrer Vorherbestimmung überzeugt. William Adama ist hin- und hergerissen, denn sowohl Starbuck als auch Roslin rennt die Zeit davon: Starbucks Eingebung über den Weg zur Erde wird von Sprung zu Sprung schwächer und Roslins Krebserkrankung lässt ihr nicht mehr viel Zeit, die Flotte zur Erde zu führen. Lee setzt derweil seinen Entschluss in die Tat um, die Flotte zu verlassen und wird mit allen Ehren verabschiedet.
Währenddessen versuchen die vier Zylonen in der Crew herauszufinden, wer sich hinter dem fünften unbekannten Zylonen verbirgt. Tory lässt sich von Baltar verführen, um von ihm mehr über die Zylonen herauszufinden. Bei den anderen Zylonen schwelt unterdessen der interne Konflikt. Nach der Begegnung mit Sam Anders weigern sich die Raider, die Flotte der Menschen anzugreifen. Die humanoiden Zylonen sind sich uneins darüber, was in Bezug auf die „letzten Fünf“ geschehen soll. Eine Abstimmung führt scheinbar zum Patt: Die eine Hälfte stimmt dafür, die Raider „umzuprogrammieren“, die andere Hälfte verurteilt dies als Lobotomie und stimmt dagegen. Den Ausschlag gibt schließlich Boomer, die als einziges Exemplar ihres Modells für das Umprogrammieren stimmt. Doch die Gegner der Umprogrammierung greifen zu härteren Mitteln und entfernen die Intelligenzsperre der Zenturions, sodass diese einen eigenen Willen entwickeln. Ist ein zylonischer Bürgerkrieg noch aufzuhalten?

Herrschten in der letzten Folge noch die Zweifel vor, so ist es hier der offene Konflikt. Roslin und Starbuck glauben beide, dafür bestimmt zu sein, die verbliebene Menschheit zur Erde zu führen. Beiden läuft die Zeit davon und obwohl sie beide das gleiche Ziel haben, so sind ihre Ansichten über den richtigen Weg doch grundverschieden. Adama ist steht zwischen den beiden Frauen, die er liebt – jede auf ihre Weise. Da er sich nicht entscheiden möchte, flüchtet er sich in die Einsamkeit und den Alkohol.
Endlich erfahren wir auch mehr über die Gesellschaftsform der Zylonen – und wir müssen feststellen, dass sie um keinen Deut besser sind als die Menschen, denen sie sich doch moralisch überlegen fühlen. Hier wie dort sind Macht und Einfluss die zentrale Motivation und ein lange schwelender Konflikt bricht auf.
Nach einem etwas ruhigeren Start zieht das Tempo hier gleich wieder an und wir sehen Charaktere am Rande ihrer Belastbarkeit. Auf beiden Seiten.

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