Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gesehen: Battlestar Galactica 4×07 – Guess What’s Coming to Dinner? (Rat mal, was zum essen kommt)

Das Basisschiff der Zylonen-Renegaten und die Demetrius springen zurück zur Flotte. Die ist zunächst skeptisch, ob den Zylonen zu trauen ist. Doch der vorgeschlagene Plan kann die Menschen überzeugen: Die Menschen und die Zylonen-Rebellen sollen zum Auferstehungsknoten der Zylonen springen. Dort kann D’Anna wieder erweckt werden, die ihrerseits dann die letzten Fünf identifizieren können sollte. Dann soll der Auferstehungsknoten zerstört werden, so dass kein Zylon mehr auferstehen kann. Im Gegenzug sollen die Rebellen mit den letzten Fünf ungehindert davon ziehen können, die sich bislang unerkannt in der Flotte der Menschen aufhalten.
Eine gemeinsame Operation der Menschen und Zylonen wird vorbereitet – doch der Zwölferrat fühlt sich übergangen. Um ihn zu beruhigen spricht die Präsidentin vor dem Rat und lässt außerdem Natalie, die Anführerin der Zylonen, sprechen. Diese erklärt, dass die Rebellen erkannt haben, dass den Zylonen ein Schlüssel zur Menschlichkeit bislang verwehrt geblieben war: Die Sterblichkeit.
Die Rede beeindruckt nicht nur den Rat, sondern auch die Zylonin. Wie die Menschen hatten die Zylonen ihren Verbündeten nicht vertraut, sondern hatten vor, ihre Interessen auf eigene Faust durchzusetzen. Doch den Zwölferrat von Angesicht zu Angesicht zu sehen hat Natalie überzeugt, dass man in einer Allianz Vertrauen walten lassen muss.
Derweil haben Roslin, Caprica-Six und Athena wieder ihre gemeinsame Vision vom Opernhaus. Als Hera dann wirklich weg läuft und der Anführerin der Zylonen-Rebellen – auch ein Modell Sechs – in die Arme rennt, sieht Athena rot. Aus Angst, dass sie ihr Hera wegnehmen könnte, schießt sie Natalie nieder. Im selben Moment lässt Roslin den Hybriden wieder anschließen, um mehr über die Vision herauszufinden. Daraufhin springt das Basisschiff und mit ihm verschwinden die Präsidentin und die Hälfte der Jägerstaffel der Galactica.

Einmal mehr zeigt sich, wie menschlich die Zylonen eigentlich sind. Ihre Suche nach vollendeter Menschlichkeit bringt die Zylonen-Renegaten sogar dazu, das aufzugeben, wofür sie viele Menschen sicher beneiden: ihre Unsterblichkeit. Der Gedanke, dass etwas nur Wert hat, wenn man es verlieren kann, taucht nicht zum ersten in der Science Fiction auf – auch nicht bezogen auf das Leben. Doch selten wurde diese Erkenntnis plastischer dargestellt, als in der Selbsterkenntnis der Zylonen. Eine Trennlinie zwischen Menschen und Zylonen zu ziehen fällt damit schwerer denn je. Das ganze wird spannend inszeniert – und auch wenn der Zwölferrat als inkompetenter, weltfremder Haufen gezeigt wird, so macht der Mix aus militärischer Notwenigkeit, politischer Einsicht und emotionaler Beteiligung diese Folge doch zu einer der Besten in der vierten Staffel.

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