Dennis Pauler

Medien. Wirtschaft 2.0. Und mehr.

Gespielt: Minecraft – Der Legobaukasten für Erwachsene

Plötzlich bist Du auf der Welt.

Um Dich herum: Das Meer, ein Wald und Berge.
Dein Ziel: Überleben.
Dein Hilfsmittel: Alles, was Du in der Welt finden kannst.

Willkommen bei Minecraft!

Wer sich das erste Mal mit dem Indie-Hit Minecraft beschäftigt, hat in der Regel Schwierigkeiten zu verstehen, warum sich dieses Spiel schon in der Beta-Phase millionenfach verkauft hat. Die Grafik erinnert an die seligen 80er Jahre, es gibt keine Story, keine Kampagne und kein Ziel. Und doch liegt genau darin die große Faszination: In Minecraft hat jeder das Ziel, das er sich selbst setzt.

Aber der Reihe nach: Beim Starten des Spiels betritt der Spieler eine zufallsgenerierte Welt, in der außer Pflanzen und (harmlosen) Tieren zunächst nicht viel los ist. Die Möglichkeiten des Spielers beschränken sich darauf, Blöcke von Erde, Sand, Holz oder Stein abzubauen und wieder zu platzieren – doch schon damit eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Und es wird auch höchste Zeit, denn selbige vergeht, die Sonne wandert über den Himmel und nachts, da kommen die Monster! So beginnt man also damit, Bäume zu fällen und darauf eine provisorische Hütte zu bauen, in die man sich zurückziehen kann. Dann

kommt das zweite elementare Spielelement zum tragen: Das Crafting. Aus Holzstücken kann man im Crafting-Bildschirm Bretter herstellen, aus vier Brettern eine Werkbank, aus zwei Brettern Stäbe und aus zwei Stäben und drei Steinen eine Spitzhacke. Mit der Spitzhacke geht es dann sogleich in den nächsten Berg – denn dort lauern Eisenerz, Gold und Edelsteine, mit denen man dann wieder neue und bessere Gegenstände herstellen kann.
Ruckzuck bekommt die Holzhütte weitere Räume und im Ofen wird Sand zu Glas gebrannt, aus dem dann Fenster gemacht werden können. Ein Keller und ein Dachgeschoss entstehen und ehe man es sich versieht hat man ein prachtvolles Domizil mit rotem Teppich, Möbeln und Fackeln an den Wänden. Mit Hilfe des elektrisch leitenden „Redstone“ können einfache Apparaturen, logische Schaltungen und (mit genügend Platz) sogar kleine Computer innerhalb des Spiels gebaut werden. Andere erschaffen bekannte Orte wie die Minen von Moria (aus dem Herrn der Ringe), das Raumschiff Enterprise oder ein Fußballstadion – nicht ist unmöglich.

Weitere Möglichkeiten bieten Viehzucht und Ackerbau (denn auch der Hunger will gestillt werden), das Brauen von Tränken oder das Verzaubern von Gegenständen. Richtig spaßig wird das Spiel, wenn man mit Freunden zusammen in der gleichen Welt unterwegs ist und zusammen noch viel mehr erreichen und erschaffen kann. Dabei bleibt das Spielprinzip immer das Gleiche: Blöcke abbauen, Blöcke setzen und daraus Gegenstände erschaffen. Trotzdem gibt es immer viel zu entdecken und der Nur-noch-schnell-ein-paar-Blöcke-Faktor ist enorm („Was – schon wieder 4 Uhr morgens?“).

Wer Spaß an Kreativität und offenen Welten hat, der sollte unbedingt einen Blick riskieren. Den sogenannten „Creative“-Mode (in dem es Rohstoffe zuhauf, aber nicht alle Spielinhalt gibt) kann man sogar umsonst antesten. Und auch für die Vollversion sind nur moderate 20 Euro fällig. Neue Spielinhalte werden immer wieder kostenlos nachgerüstet – geplant sind beispielsweise intelligente NSC (Nicht-Spieler-Charaktere) und weitere Spiel-Modi.

Worauf wartet Ihr noch? Bauen, marsch, marsch!

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One Response to “Gespielt: Minecraft – Der Legobaukasten für Erwachsene”

  • […] Nicht erst seit gestern wandele ich immer wieder gerne in den Minecraft-Welten. Neben dem reinen Überleben habe ich auch die musikalischen Möglichkeiten von Minecraft erforscht: In Minecraft kann man mit sogenannten Notenblöcken Töne abspielen. Kombiniert man eine große Zahl dieser Notenblöcke mit einem Haufen Leitungen, dann kann man sogar ganze Melodien erzeugen. Da das sehr schnell sehr komplex werden kann – insbesondere, wenn man mehrere Stimmen gleichzeitig abspielen will – gibt es inzwischen sogar sehr gute Tools, die einen dabei unterstützen. […]


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